Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V.
Hohlstraße 86  - 55743 Idar-Oberstein - Telefon: 06781 27223


Aktuelles aus unserem Tierheim

Öffnungszeiten während der heißen Sommertage  (26.06.19)

Fakt ist, wir haben sehr viele Katzen im Moment, Fakt ist aber auch, dass wir Extremtemperaturen haben. Deshalb bedanken wir uns bei allen Interessenten, die dafür Verständnis haben und in den Abendstunden vorbei kommen (obwohl es nicht wirklich abkühlt). Schade, dass das nicht bei allen so ist, der Nachmittag ist wirklich keine gute Zeit, die Katzen liegen im Gras, im Schatten und dösen. Das wollen wir ihnen auch lassen. 

Als Tierfreund sollte man dafür Verständnis haben.



 HUNDE

Was braucht so ein kleiner Hund im Leben: eine Portion Glück und Markus. Markus ist ehrenamtlicher Helfer in unserem Tierheim und hat für alles eine Lösung parat, man ihn also gebrauchen. Aber gestern hat er sich selbst übertroffen. Er war noch bei der Arbeit als ein Auto mit tschechischem Kennzeichen vorfuhr. Marcus bat ihn an die Laderampe und staunte nicht schlecht. Bei extremer Hitze, in einer extrem kleinen Box, ohne Wasser ohne irgendeinen Sonnenschutz waren 7 Welpen untergebracht. Die Polizei wurde umgehend informiert, es folgten 2 bange Stunden, verschiedene Telefonate aber alles gut. Die Welpen durften ihre Weiterreise (laut Frachtpapieren England) nicht antreten. Sie sind jetzt bei uns untergebracht, sie werden heute tierärztlich untersucht, das Vet.Amt Bad Kreuznach wurde schon eingeschaltet. Das vorgeschriebene Alter von 4 Monaten haben sie bei weitem noch nicht erreicht, ansonsten tauen sie so langsam auf, gewinnen an Vertrauen, essen und beginnen zu spielen. Es wird schon werden.

 

Jedoch bei aller Freude die Kleinen bei uns zu haben, geht uns die Mutterhündin nicht aus dem Kopf. Sie vegetiert wohl weiterhin in ihrem Verschlag und muss weiter produzieren. Was für eine Welt...

 

Wer uns bei der Versorgung (laufende Tierarztkosten etc.) unterstützen möchte, kann dies gerne unter

Konto: KSK Birkenfeld,  DE74 5625 0030 0000 0068 23

 

KATZEN

Katzenschwemme im Tierheim Oberstmuhl

 Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. hat aktuell mit einer regelrechte Schwemme von Katzen zu kämpfen, die im Tierheim aufgenommen und versorgt werden. Viele erwachsene Katzen und Kitten leben derzeit im Tierheim. Ursache für die Katzenschwemme ist die unkontrollierte Vermehrung von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten und von frei lebenden Straßenkatzen, die für ständigen Zuwachs sorgen – insbesondere im Frühling. Weil immer wieder unerwünschte Tiere abgegeben oder im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt werden, appellieren die Tierschützer an alle Katzenhalter, ihre Freigängerkatzen kastrieren zu lassen. Neben der Kastration sollten Katzenbesitzer ihre Tiere zur Identifizierung zudem kennzeichnen lassen und registrieren.

„In unserem Tierheim versorgen wir immer wieder „überzählige“ Katzen und im Frühjahr zudem zahlreiche Jungkatzen. Dabei geraten wir natürlich an die Grenzen unserer räumlichen und finanziellen Kapazitäten“, berichtet  Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V. „Katzenbesitzer sollten daher verantwortungsvoll handeln und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren lassen, um ein weiteres Populationswachstum zu verhindern.“ Wer eine Katze aus dem Tierheim adoptieren möchte, muss sich um Kastration, Kennzeichnung und Registrierung übrigens nicht mehr kümmern: Auch dies übernimmt der Tierschutzverein für alle Katzen, die er in seine Obhut nimmt.

 Hilfe für Straßenkatzen

Neben den Katzen im Tierheim kümmert sich der Verein auch um frei lebende Straßenkatzen. Geschätzte zwei Millionen dieser Tiere gibt es bundesweit. Sie stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Als domestizierte Heimtiere sind sie auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen und das Leid zu minimieren, ist die Kastration – ein Routineeingriff. Die Tiere werden zudem gekennzeichnet und registriert. Für seine Arbeit, die der Verein ausschließlich aus Spenden finanziert, ist er auf die finanzielle Unterstützung tierlieber Menschen und auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. Spenden können auf das Konto DE74 5625 0030 0000 0068 23 bei der Kreissparkasse erfolgen.


Video: "Tatzentanz" 

 



Aktuelles aus dem Tierschutz 

Hitze setzt den Tieren zu (16.06.2019)

Während viele Menschen sich über die sommerlichen Temperaturen freuen, können sie für viele Tiere Belastung sein. Der Grund: Hund, Katze und Co. können sich im Unterschied zum Menschen nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln. Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. gibt Tierhaltern Tipps für die heiße Jahreszeit.

 „Bei großer Hitze ist vor allem ein Schattenplatz wichtig, an den sich das Tier zurückziehen kann“, erklärt Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V. „Kleine Heimtiere, die im Außengehege leben, dürfen nie schutzlos der Sonne ausgesetzt sein; das Gehege sollte sich den ganzen Tag zumindest teilweise im Schatten befinden. Volieren und Gehege im Inneren des Hauses sollten nie direkt vor dem Fenster stehen, da auch hier Sonneneinstrahlung und damit Hitzeentwicklung extrem sein können. Mit Hunden kann man das Gassigehen in die Morgen- oder Abendstunden verlegen, wenn die Temperaturen niedriger sind. Spaziergänge im schattigen Wald sind dabei eher zu empfehlen, anstatt sich mit dem Hund ungeschützt vor der Sonne auf freier Fläche aufzuhalten.“ Da auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend ist, bei Hitze aber mehr Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, empfiehlt der Tierschutzverein öfter zu kontrollieren, ob genügend Wasser im Napf vorhanden ist. Auch Frisch- oder Nassfutter dient der Flüssigkeitszufuhr, allerdings verdirbt es bei Hitze schneller, weshalb Reste nach dem Füttern schnell entfernt werden sollten.

 Autos werden zur tödlichen Hitzefalle

Auf gar keinen Fall dürfen Hunde und andere Tiere bei Hitze alleine im Auto gelassen werden, auch nicht für wenige Minuten. Selbst wenn das Fenster einen Spalt geöffnet wird, ist dies absolut unzureichend. Auch wenn das Auto im Schatten geparkt wird oder der Himmel bewölkt erscheint, kann die Sonne schnell und unbemerkt auftauchen oder wandern. Autos heizen sich schnell auf Temperaturen von bis zu 50 Grad auf – eine tödliche Falle für Tiere.

 Schnelles Handeln bei ersten Warnsignalen entscheidend

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit sind Anzeichen für einen Hitzschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin kann man das Tier in der Zwischenzeit mit feuchten Handtüchern abkühlen.

 

 

 

Aktionstag Kollege Hund

Tierfreundliche Unternehmen gesucht (29.04.2019)

Der Deutsche Tierschutzbund ruft für den 27. Juni zur Teilnahme am Aktionstag „Kollege Hund“ auf.
Für den 27. Juni 2019 ruft der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit den örtlichen Tierschutzvereinen zum 12. Mal zum Aktionstag „Kollege Hund“ auf. Herrchen und Frauchen sollen an diesem Tag die Möglichkeit bekommen, ihren Liebling mit ins Büro zu nehmen. Der Aktionstag soll zeigen, dass Job und Hund durchaus vereinbar sind und mögliche Berührungsängste abbauen. Aktuell scheuen viele Menschen aufgrund ihrer Berufstätigkeit davor zurück, ein Tier bei sich aufzunehmen. Mit mehr hundefreundlichen Büros könnten daher noch mehr Hunde aus Tierheimen ein neues Zuhause zu finden. Unterstützt wird die Aktion von der Futtermarke Pedigree.
„Wir freuen uns über jedes Unternehmen, das bereit ist, sich auf das Experiment Kollege Hund einzulassen“, erklärt Marie-Christin Klos, 1. Vorsitzende des Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. „Bei vielen der jährlich rund tausend Unternehmen, die sich am Aktionstag beteiligen, hat dieser sogar so viel Anklang gefunden, dass die vierbeinigen Kollegen jetzt dauerhaft den Büroalltag „mitgestalten“ dürfen. Diese Entwicklung stellt eine große Chance dar für die vielen Hunde, die in den Tierheimen auf ein neues, liebevolles Zuhause warten.“ In den letzten Jahren nutzten Firmen aus den verschiedensten Branchen die Gelegenheit, den Büroalltag mit Hund zu testen, darunter Verlagshäuser, Radiosender, Anwaltskanzleien oder Einrichtungen der Jugendhilfe oder Altenpflege.
Positives Miteinander im Büro
Damit ein Miteinander im Büro gelingt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: So müssen Vorgesetzte und Kollegen mit dem tierischen Mitarbeiter einverstanden sein und auf Allergien und Ängste sollte Rücksicht genommen werden. Teilnehmer sollten zudem die Bedürfnisse des Hundes bedenken: Die Tiere sollten Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit Decke, Napf und Spielzeug haben. Ist für zwei- wie vierbeinige Kollegen gleichermaßen gesorgt, kann die Anwesenheit des treuesten Freundes des Menschen auch weitere positive Auswirkungen haben: So heben Hunde am Arbeitsplatz die allgemeine Stimmung, fördern die Kommunikation, motivieren und bauen nachweislich Stress ab.
Interessierte Unternehmen, die am diesjährigen Schnuppertag teilnehmen möchten, können sich schon heute und noch bis zum Aktionstag selbst für den Aktionstag "Kollege Hund" anmelden. Teilnehmende Unternehmen erhalten im Anschluss eine Urkunde, die sie als tierfreundlichen Betrieb auszeichnet.

Die Anmeldung erfolgt über den Deutschen Tierschutzbund e.V.



Internationaler Tag des Versuchstieres am 24. April: Was Verbraucher tun können (23.04.2019)

Maus im Tierversuch
Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einer Gesamtstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Während die Politik bislang untätig bleibt, fühlen sich viele Menschen angesichts von fast drei Millionen Tieren, die in Deutschland pro Jahr in Versuchen „verbraucht“ werden, machtlos. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tierfreunden Tipps an die Hand, wie sie selbst Einfluss nehmen können – auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind.

„Es braucht endlich eine konkrete politische Strategie um aus Tierversuchen auszusteigen. Tierversuchsfreie Alternativmethoden müssen viel stärker gefördert werden und zur Anwendung kommen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Kritik übt er auch an der Großen Koalition, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatte, Tierversuche langfristig komplett ersetzen zu wollen: „Anstrengungen in diese Richtung sind nicht erkennbar. “

Vorsicht bei Kosmetik-Produkten
Gerade im Bereich der Grundlagen- und der angewandten Forschung kann man als Einzelner keinen Einfluss nehmen. Auch bei Medikamenten und Produkten wie Reinigungsmitteln oder Wandfarben gibt es für Verbraucher kaum eine Alternative beim Einkauf, weil gesetzliche Regelungen nach wie vor zur Marktzulassung eine Prüfung der Inhaltsstoffe oder der Produkte im Tierversuch vorschreiben. „Es bleibt daher für den Verbraucher nur die Möglichkeit, derartige Produkte sparsam zu verwenden oder ganz auf sie zu verzichten. Direkten Einfluss nehmen kann man mit der eigenen Kaufentscheidung aber bei kosmetischen Produkten“, erklärt Kristina Wagner, Leiterin des Referats für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. Tierversuche für fertige kosmetische Produkte und für neue kosmetische Inhaltsstoffe sind zwar in der EU mittlerweile nicht mehr erlaubt. „Artikel, die „alte“ Inhaltsstoffe enthalten, für die Tierversuche durchgeführt wurden, finden sich weiterhin in den Verkaufsregalen. Zudem beziehen sich die Verbote nur auf Inhaltsstoffe, die ausschließlich für kosmetische Zwecke zum Einsatz kommen. Kosmetikhersteller dürfen also weiterhin chemische Substanzen verwenden, die in anderen Produkten, etwa Reinigungsmitteln, Wandfarben oder Medikamenten, eingesetzt werden und für die Tierversuche vorgeschrieben sind. „Verbraucher, die dies nicht unterstützen möchten, können sich an der Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes orientieren“, so Wagner. „Die darin aufgeführten Hersteller führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden.“

Mäuse leiden und sterben für Botox
„Wer Tierversuche nicht unterstützen möchte, sollte zudem die Finger von Botox-Behandlungen lassen, denn durch sie unterstützt man grausame Tierversuche indirekt und häufig leider unwissend“, sagt Wagner. Nach gesetzlicher Definition handelt es sich bei Botox nicht um ein kosmetisches Produkt, weil es unter die Haut injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen wird. Verfügt der Hersteller noch nicht über eine anerkannte Alternativmethode, wird jede Produktionseinheit Botox im sogenannten LD50-Test getestet. Dabei bekommen Mäuse Botox in unterschiedlich stark verdünnten Dosen in die Bauchhöhle injiziert, um zu ermitteln, bei welcher Botox-Konzentration 50 Prozent der Tiere sterben. Das Prozedere ist mit enormem Leid verbunden: Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atemmuskulatur – dabei kann sich ihr Todeskampf über bis zu vier Tage hinziehen.

Tierfreundliche Methoden in der Lehre
In vielen lebenswissenschaftlichen Studiengängen, etwa in der Human- und Tiermedizin oder Biologie, sind Präparationen an Tieren, Übungen an Organpräparaten, aber auch Versuche an lebenden Tieren für die Studierenden vorgeschrieben. „An manchen Universitäten erlaubt es mittlerweile das Hochschulgesetz, sich von der Teilnahme an solchen Kursen oder Versuchen befreien zu lassen. Andere setzen bei der Ausbildung bereits verfügbare Alternativmethoden ein. Hier sollte man sich vor Studienantritt informieren“, rät Wagner. „Ansonsten hat jeder zumindest die Möglichkeit, sich mit seinem Protest direkt an die Universität zu wenden. Wir fordern, dass auch in der Ausbildung auf Tierverbrauch und Tierversuche verzichtet wird und stattdessen die Anwendung von Alternativmethoden gelehrt wird.“



Genau hinschauen bei Ostereiern (14.04.2019)

 

Wer an Ostern den Tierschutz mit im Blick hat, sollte beim Kauf der Ostereier auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen. Dazu rät der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. Vorsicht ist bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort besteht keine Kennzeichnungspflicht. Für den Verbraucher ist also nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltung die Eier stammen. Kennzeichnen Hersteller oder Supermärkte Produkte oder gefärbte Eier nicht freiwillig, besteht Gefahr, dass sie von Hühnern stammen, die in Käfigen leben.

 

„Vielen Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es in Deutschland noch immer Eier aus Käfighaltung gibt – wenn auch nur in verarbeiteten Produkten, etwa Eierlikör, Nudeln, Gebäck oder Fertigprodukten“, sagt Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V.. Obwohl die Angabe der Haltungsform, anders als bei frischen Schaleneiern, auch auf den bunt gefärbten Eiern nicht verpflichtend ist, haben viele Handelsunternehmen mittlerweile auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert. Wenn man sich in Supermärkten umsieht, machen viele freiwillig eine Angabe zur Haltungsform. Der Großteil der bunten Eier stammt heute aus Bodenhaltung. Dennoch: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handelt es sich meist um Käfigeier. Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. fordert daher gemeinsam mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, eine verpflichtende Kennzeichnung mit den Ziffern 0 bis 3, analog zu den frischen Eiern. Bis dahin appellieren die Tierschützer, auf nicht gekennzeichnete Produkte zu verzichten und Eier aus artgerechterer Haltung, etwa Bio-Eier oder Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes, zu kaufen und selbst zu färben.

 

Fast dreieinhalb Millionen Legehennen in Deutschland leben in sogenannten Kleingruppen-Käfigen. Neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen aus dieser Haltungsform, hinzu kommen importiere Käfigeier aus dem Ausland. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge können sich die Hennen kaum bewegen. Zwar sind die Kleingruppen-Käfige mit Sitzstangen, einer Art Nest und einem kleinen Platz zum Sandbaden und Scharren ausgestattet. Diese Einrichtungen können die Tiere aufgrund des Platzmangels aber kaum nutzen. Damit treten die gleichen Probleme wie in den mittlerweile verbotenen Käfigbatterien auf – die Hennen leiden an Stress, Verhaltensstörungen sowie Verletzungen. Erst ab 2025, mit Ausnahmen erst ab 2028, ist die Haltung in Kleingruppen-Käfigen gesetzlich verboten. 


Ostern tierfreundlich feiern (10.04.2019)

 

Während der Osterhase zum Fest bunte Eier und Schokolade bringt, landen Kaninchen oftmals als Braten auf der Festtafel. Was viele nicht wissen: Mastkaninchen stammen zum Großteil aus Käfighaltung. Die Tiere haben dort keinen Bewegungsfreiraum und fristen ihr Dasein auf Gitterböden. Der Tierschutzverein für den Kreis Birkenfeld e.V. rät daher dazu, auf tierfreundliche Alternativen zum Osterfest zurückzugreifen.

 „Für den Verbraucher, der Kaninchenfleisch im Supermarkt kauft, ist leider meist nicht zu erkennen, woher das Fleisch stammt. Kommerziell gehaltene Kaninchen leben in der Regel in engen Drahtkäfigen – eine Haltung, die absolut tierschutzwidrig ist und die man nicht unterstützen sollte“, sagt Marie-Christine Klos Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Birkenfeld e.V..

Mastkaninchen, die sich das natürliche, bewegungsfreudige Verhalten ihrer wilden Vorfahren bewahrt haben, sind in der Mast meist in eintönige, enge Käfige gepfercht. Sie leiden unter dem geringen Platzangebot und ungenügenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Haltung auf perforierten Böden kann zu Pfotenverletzungen und –geschwüren führen. Hinzu kommen Verhaltensstörungen, wie Aggressivität oder Stereotypien, die durch das mangelnde Platzangebot und nicht ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten hervorgerufen werden.

Tierfreundlichere Alternativen

Im Gegensatz zur Schweiz gibt es in Deutschland bisher keine Ansätze einer artgerechten Kaninchenhaltung. Eine wirklich tierfreundliche Alternative sind daher vegetarische oder vegane Festtagsessen, die sich zahlreich in Kochbüchern und im Internet finden – Nuss-, Maronen- und Pilzbraten oder auch ein veganer „Falscher Hase“ sind beispielsweise leckere Varianten zum Fest. Darüber hinaus gibt es viele weitere Oster-Rezepte, zum Beispiel für einen tierfreundlichen Osterbrunch. So sind unter anderem auch der süße Hefezopf oder das klassische „Osterlamm“ im Handumdrehen vegan zubereitet.